Kurz gesagtAnlegerwohnungen in Oberösterreich kosten 2026 zwischen 2.900 und 4.500 €/m² (Angebotsmediane), die Nettomieten liegen bei 9 bis 14 €/m². Daraus ergeben sich Bruttorenditen von 3,2–4,5 %. Tragfähige Märkte: Linz, Wels. Die Spanne ist groß, weil innerhalb des Bundeslands sehr unterschiedliche Märkte liegen — die Auswahl der Stadt entscheidet stärker über das Ergebnis als die Auswahl des Objekts.
Oberösterreich ist das wirtschaftsstärkste Bundesland nach Wien und gleichzeitig eines der günstigsten für Anleger. Der Zentralraum Linz–Wels–Steyr bündelt Industriearbeitsplätze, die JKU bringt rund 24.000 Studierende, und die Pendlerströme aus dem Mühl- und Innviertel füllen die Mietwohnungen.
Linz liefert dabei die höchste Bruttorendite der großen österreichischen Städte: Kaufpreise um 3.900 €/m² bei Mieten um 12 €/m². Wels ist die günstigere Variante mit ähnlicher Logik, Steyr die riskantere — dort hängt vieles an einem Werk. Gefragt sind Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit Balkon, weil die Mieterschaft eher Facharbeiter mit Familie ist als Studierende.
Die oberösterreichische Wohnbauförderung ist vergleichsweise anlegerfreundlich, der Neubau im Zentralraum aber seit 2023 stark zurückgegangen. Das stützt die Bestandsmieten und ist einer der Gründe, warum wir Linz derzeit für einen der solidesten Einstiege in Österreich halten.
Märkte in Oberösterreich im Vergleich
| Stadt | Kaufpreis je m² | Miete je m² | Bruttorendite |
| Linz |
3.500–4.500 € |
10–14 € |
3,0–4,5 % |
| Wels |
3.200–4.200 € |
10–12 € |
3,5–4,5 % |
Was in Oberösterreich zu beachten ist
Zentralraum statt Peripherie
Linz, Wels, Steyr und der Ring aus Leonding, Traun und Ansfelden funktionieren. Im Inn- und Mühlviertel fehlt außerhalb der Bezirksstädte die Mietnachfrage.
Facharbeiter als Mieterschaft
Anders als in Graz oder Innsbruck dominiert nicht der Student, sondern der Facharbeiter mit Familie. Das verschiebt die gefragte Größe auf 55 bis 75 m² mit Balkon und Stellplatz.
Neubaurückgang stützt Bestand
Die Fertigstellungen im Zentralraum sind seit 2023 deutlich gefallen. Wer heute Bestand hält, vermietet in einen enger werdenden Markt.
Städte in Oberösterreich
Der Vermietermarkt an der Donau: Industrie-Arbeitsplätze, JKU und Zuzug tragen die Nachfrage, bei den höchsten Bruttorenditen der großen Städte.
Franckviertel · Dornach-Auhof · Bulgariplatz · Urfahr
Der zweite Pol des oberösterreichischen Zentralraums: Bahnknoten, Messe, Industrie und FH, bei Preisen unter Linz.
Innenstadt · Neustadt · Vogelweide · Lichtenegg
Rechnen Sie Ihr Szenario
Der Rechner ist auf die Werte der jeweiligen Stadt voreingestellt. Einzelne Fragen beantworten die Teilrechner: Mietrendite, Kaufnebenkosten, Finanzierung, Vorsteuer.