Kurz gesagtKapitalanlage-Wohnungen in Bayern kosten 2026 zwischen 3.200 und 9.500 €/m² (Angebotsmediane), die Nettomieten liegen bei 11 bis 22 €/m². Daraus ergeben sich Bruttorenditen von 2,3–4,0 %. Tragfähige Märkte: München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Ingolstadt, Würzburg, Erlangen. Die Spanne ist groß, weil innerhalb des Bundeslands sehr unterschiedliche Märkte liegen — die Auswahl der Stadt entscheidet stärker über das Ergebnis als die Auswahl des Objekts.
Bayern ist für Kapitalanleger aus zwei Gründen attraktiv: Die Grunderwerbsteuer liegt mit 3,5 Prozent auf dem bundesweit niedrigsten Niveau, und der Arbeitsmarkt ist der stabilste Deutschlands. Die Kehrseite ist München, wo Kaufpreise von 8.000 bis 9.500 €/m² die Bruttorendite unter 2,5 Prozent drücken.
Die interessanteren Märkte liegen deshalb 60 bis 150 Kilometer weiter: Nürnberg und Fürth mit rund 4.500 €/m², Augsburg mit gutem Münchner Pendleranschluss, Regensburg mit Universität und BMW, Ingolstadt mit Audi, Würzburg und Erlangen mit Universität und Siemens Healthineers. Dort liegen die Bruttorenditen bei 3,0 bis 4,0 Prozent — bei einem Arbeitsmarkt, der dem Münchner in nichts nachsteht außer im Preis.
Steuerlich gilt in ganz Deutschland: keine Vorsteuer bei Wohnraumvermietung, dafür 2 Prozent AfA im Bestand, 3 Prozent beim Neubau ab 2023, degressive AfA von 5 Prozent bei Baubeginn bis September 2029 und die Sonder-AfA nach § 7b für Effizienzhäuser. Nach zehn Jahren ist der Verkauf steuerfrei — das ist der große Vorteil gegenüber Österreich, wo immer 30 Prozent ImmoESt anfallen.
Märkte in Bayern im Vergleich
| Stadt | Kaufpreis je m² | Miete je m² | Bruttorendite |
| München |
8.000–10.000 € |
20–24 € |
2,5–3,0 % |
| Nürnberg |
4.200–5.200 € |
12–14 € |
3,0–3,5 % |
| Augsburg |
4.200–5.000 € |
12–14 € |
3,0–3,5 % |
| Regensburg |
4.800–5.800 € |
13–15 € |
2,8–3,3 % |
| Ingolstadt |
4.300–5.000 € |
12–14 € |
3,0–3,5 % |
| Würzburg |
4.000–4.800 € |
11–13 € |
3,0–3,5 % |
| Erlangen |
4.800–5.600 € |
13–15 € |
2,8–3,3 % |
Was in Bayern zu beachten ist
3,5 Prozent Grunderwerbsteuer
Bayern hat den niedrigsten Satz Deutschlands. Gegenüber Baden-Württemberg mit 5,0 Prozent spart das bei 300.000 € Kaufpreis rund 4.500 €.
München als Wertanlage, nicht als Renditeobjekt
Unter 2,5 Prozent brutto trägt sich München nur über Wertsteigerung und Steuerwirkung. Wer Cashflow sucht, fährt nach Nürnberg, Augsburg oder Regensburg.
Zehnjahresfrist
Nach zehn Jahren Haltedauer ist der Veräußerungsgewinn steuerfrei. Das ist der strukturelle Vorteil des deutschen Marktes gegenüber Österreich.
Städte in Bayern
Der teuerste Wohnungsmarkt Deutschlands mit der stabilsten Nachfrage: Konzernsitze, zwei Exzellenz-Universitäten, Zuzug und ein chronisches Wohnungsdefizit.
Giesing · Sendling · Moosach · Pasing
Die Rendite-Alternative zu München: Metropolregion mit 3,5 Millionen Menschen, Industrie, Universität und Preisen bei der Hälfte der Landeshauptstadt.
Gostenhof · St. Johannis · Südstadt · Nordstadt
Die Pendler-Alternative zu München: 30 Minuten mit der Bahn, eigene Universität und Industrie, Preise bei der Hälfte der Landeshauptstadt.
Innenstadt · Pfersee · Göggingen · Hochzoll
Die Wachstumsstadt der Oberpfalz: Universität, OTH, BMW, Continental, Infineon. Junge Bevölkerung und konstant knapper Wohnraum.
Innenstadt · Kumpfmühl · Westenviertel · Königswiesen
Die Audi-Stadt an der Donau: höchste Kaufkraft Bayerns außerhalb Münchens, Technische Hochschule, ICE-Anschluss in beide Richtungen.
Altstadt · Nordwest · Südwest · Friedrichshofen
Die Universitätsstadt am Main: rund 35.000 Studierende, Uniklinik, ICE-Knoten zwischen Frankfurt, Nürnberg und München.
Sanderau · Frauenland · Zellerau · Grombühl
Die Siemens-Stadt: neuer Campus, Universität, Medical Valley. Höchste Akademikerquote Bayerns, knapper Wohnraum, stabile Mieten.
Innenstadt · Röthelheimpark · Bruck · Sieglitzhof
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Der Rechner ist auf die Werte der jeweiligen Stadt voreingestellt. Einzelne Fragen beantworten die Teilrechner: Mietrendite, Kaufnebenkosten, Finanzierung, AfA.