Der Cashflow ist die Zahl, die im Alltag zählt. Rendite und Wertsteigerung sind Rechengrößen — der monatliche Zuschuss ist das, was vom Konto abgeht.
Bei den Zinsen des Jahres 2026 ist er bei üblicher Finanzierung in den meisten Städten negativ. Eine Wohnung um 250.000 € mit 25 Prozent Eigenkapital kostet bei 3,6 Prozent Zins rund 909 € Rate. Dem stehen etwa 780 € Nettomiete gegenüber, abzüglich Verwaltung, nicht umlegbarer Betriebskosten und Rücklage. Vor Steuer bleiben rund 240 € Zuschuss im Monat.
Die Steuerwirkung verändert das Bild. AfA und Zinsen sind Werbungskosten und erzeugen in den ersten Jahren einen steuerlichen Verlust. Bei 48 Prozent Grenzsteuersatz sinkt der reale Zuschuss dadurch auf etwa 100 bis 140 € im Monat. Gleichzeitig tilgen Sie mit jeder Rate rund 300 € Schulden — Vermögensaufbau, der nicht als Ausgabe erscheint.
Die ehrliche Einordnung: Ein negativer Cashflow ist nur dann unproblematisch, wenn er sicher tragbar ist. Unsere Faustregel: Der Zuschuss sollte 10 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens nicht übersteigen, und sechs Monatsraten sollten als Puffer liquide bleiben. Wer beides einhält, übersteht Mieterwechsel und Sonderumlage ohne Verkaufsdruck — und genau darum geht es.