Kurz gesagtAb rund 90.000 € Jahresbrutto liegt der Grenzsteuersatz in Österreich bei 48 Prozent, ab 1 Mio. € bei 55 Prozent; in Deutschland greifen 42 Prozent ab rund 68.500 € und 45 Prozent ab rund 277.800 € zu versteuerndem Einkommen. In dieser Zone senkt jeder Euro Werbungskosten die Steuer fast um die Hälfte. Ein typischer Anfangsverlust aus AfA und Zinsen von 5.000 bis 7.000 € pro Jahr bringt 2.400 bis 3.500 € Steuerersparnis. Der Effekt läuft mit sinkender Zinslast aus — er trägt den Einstieg, nicht das Investment.
Angestellte mit hohem Einkommen haben wenige Gestaltungsmöglichkeiten. Die Lohnsteuer wird an der Quelle abgezogen, Werbungskosten aus dem Dienstverhältnis sind begrenzt, und der Grenzsteuersatz greift früh. Die vermietete Wohnung ist einer der wenigen Wege, laufende Ausgaben steuerlich wirksam zu machen — nicht als Trick, sondern weil Vermietung eine eigene Einkunftsart mit eigenem Werbungskostenabzug ist.
Die Mechanik: Mieteinnahmen werden den anderen Einkünften hinzugerechnet, vorher aber um AfA, Kreditzinsen, nicht umlegbare Betriebskosten, Verwaltung und Instandhaltung gekürzt. In den ersten Jahren überwiegen die Abzüge, weil die Zinslast am höchsten und die AfA in Österreich beschleunigt ist — 4,5 Prozent im ersten und 3 Prozent im zweiten Jahr statt 1,5. Der entstehende Verlust wird mit dem Grenzsteuersatz gegengerechnet.
Die Grenzen dieser Rechnung gehören dazu. Der Effekt läuft aus: Mit jeder Tilgungsrate sinkt der Zinsanteil, ab etwa Jahr zehn bis zwölf kippt das Ergebnis ins Positive und die Wohnung erhöht die Steuer, statt sie zu senken. Das ist kein Fehler, sondern das Ziel — nur sollte man es von Anfang an einplanen. In Österreich kommt die Liebhaberei-Grenze hinzu: Ohne Gesamtüberschuss binnen 20 Jahren fällt die steuerliche Anerkennung rückwirkend weg.
Der praktische Rat: Rechnen Sie jedes Objekt einmal ohne jede Steuerwirkung durch. Wenn es dann noch trägt — Nettorendite über 2,5 Prozent, Cashflow bei realistischem Eigenkapital vertretbar — ist die Steuerersparnis ein echter Zusatzertrag. Wenn nicht, kaufen Sie ein schlechtes Objekt mit staatlichem Rabatt.
Im direkten Vergleich
| Grenzsteuersatz | Anfangsverlust 6.000 € | Steuerersparnis pro Jahr |
| 42 % (DE ab rund 68.500 €) | 6.000 € | 2.520 € |
|---|
| 45 % (DE ab rund 277.800 €) | 6.000 € | 2.700 € |
|---|
| 48 % (AT ab 90.000 €) | 6.000 € | 2.880 € |
|---|
| 50 % (AT ab 1 Mio. €, bis 2025 befristet 55 %) | 6.000 € | 3.000 € |
Worauf es ankommt
Ohne Steuerwirkung rechnen
Trägt sich das Objekt auch ohne Steuerersparnis? Wenn nein, ist es zu teuer — die Steuer macht ein schlechtes Objekt nicht gut, nur langsamer schlecht.
Der Effekt läuft aus
Ab Jahr zehn bis zwölf kippt das steuerliche Ergebnis ins Positive. Das ist gewollt, sollte aber in der Planung stehen, nicht überraschen.
Beschleunigte AfA in Österreich nutzen
4,5 Prozent im ersten und 3 Prozent im zweiten Jahr statt 1,5 Prozent. Genau in den Jahren mit der höchsten Zinslast ist der Effekt am stärksten.
Wo wir das anbieten
| Region | Kaufpreis je m² | Miete je m² | Bruttorendite |
| Wien |
3.600–6.000 € |
14–17 € |
2,5–4,0 % |
| Graz |
3.500–5.400 € |
12–14 € |
3,0–4,0 % |
| München |
8.000–10.000 € |
20–24 € |
2,5–3,0 % |
| Stuttgart |
5.000–6.500 € |
15–18 € |
2,8–3,3 % |
Weiterlesen